Einiges, was früher umgestaltet wurde, konnte integriert werden. Dieser wurde ich gleichen Stil erweitert. Anders als zum Beispiel das Wasserspiel das die Kundschaft nicht mehr wollte. Statt dieses wegzuwerfen, wurde es von der Horizontalen in die Vertikale gedreht und als Wandrelief eingesetzt. Und somit wurde es zur Steinkunst im Garten.


Dieser Garten ist und bleibt eine Perle. Zum einen, weil es aufgrund der Platzsituation kniffelig wurde, all die Wünsche zu integrieren, zum anderen, weil es eine intensive Zusammenarbeit der Baubegleitung war, herzlich, direkt, freundschaftlich. Etwas Besonderes. Die Ausgangslage war ein sauberer, sehr gepflegter Garten, aber mit wenig Raumstrukturen.
Das hat sich danach aber sehr geändert. Die Kunden sind noch heute nach vielen Jahren begeistert von der Arbeit und geniessen den Garten in vollen Zügen. Der Pool wird von April bis Oktober täglich benutzt.


Das Gute an der 3-D Planung ist, dass man jedes Stadium darstellen, ein-und ausblenden kann.
Links die intensive Staudenbepflanzung aber ohne grossen Bäume und Sträucher (ausser der bestehenden Buchshecken). Alles ist im vollen Sonnenlicht und kein Schatten ist wahrnehmbar.
Beim rechten Bild kamen die Bäume und neuen Sträucher dazu. Im Ausschnitt sind nicht alle sichtbar, aber beachten Sie, wie sich das Bild verändert, selbst der Schlagschatten der Sandsteinmauer wird dunkler, weil weniger Streulicht von allen Seiten reflektiert wird. In der Computerwelt heisst das Global Illumination.

Der Künstler, der damals das Wasserspiel angefertigt hat, verfügt über ein schönes Auge für Formen, aber technische Details waren mit ein Grund, warum die Anlage nach mehreren Versuchen stilgelegt wurde.
Aber das heisst ja nicht, dass man seine kunstschaffende Art nicht schätzen soll. Von mir hat er, was das Design betrifft, sehr grosse Wertschätzung erfahren.
Auch die Beleuchtung wurde visualisiert. Auch wenn es alles andere als einfach ist. Eine Visualisierung hat ein Sonnenlicht, die im Global Illumination mit mehrfacher Rückstrahlung berechnet wird. Bei einer visualisierten Gartenbeleuchtung sind das x-fach mehr kleine Sonnen. Das bedeutet eine x-fache längere Berechnung der Renderbilder, und auch da schleichen sich immer wieder Fehler ein.
Wichtig ist bei der Erstellung ein gutes Beleuchtungskonzept, so dass der Benutzer nicht direkt geblendet wird, sondern im Geschützten vom Streulicht umgebenen verweilen kann.

Auch das fliessende Wasser soll ins Beleuchtungs-Zentrum gesetzt werden. Eine gute Beleuchtung muss nicht versuchen das Sonnenlicht zu ersetzen, sondern vielmehr die Bereiche hervorheben, die ansonsten vom Sonnenlicht schlichtweg überblendet werden. Der Scheinwerfer unter dem Wasserfall bringt aufgrund der Lichtbrechung das Wasser zum leuchten. Der Effekt: Totalreflektion des Lichtes aufgrund flacher Winkel an der Wasseroberfläche.


Gut zu sehen ist nun das Wandrelief aus Sandstein. Vor dem Umbau war es horizontal verlegt, ein Wasserspiel. Statt es zu entsorgen, wurde es vertikal aufgestellt und als Kunstobjekt mit Beleuchtung im Garten wieder integriert.
Zwar handelt er sich nicht um genau die gleiche Perspektive, aber dennoch schön der Vergleich von Nacht und Tag.
Auch hier finden Sie einige Bilder zur Visualisierung der Gartenbeleuchtung.
